Heute ist der 5. Juni. Auf den ersten Blick kein besonderes Datum, wenn nicht – …  genau! wenn nicht just heute Weltumwelttag wäre! Dieses Jahr haben die Vereinten Nationen uns mit ihrem offiziellen Thema eine ganz schön harte Nuss zu knacken gegeben, lautet es doch:  “Green Economy: Does it include YOU?” – also auf deutsch in etwa: “Grüne Wirtschaft: Bist du dabei?

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„Aber klar!“ möchten wir da alle ausrufen. Schließlich wollen wir ja alle unseren Planeten schützen. Doch mal ehrlich: Wie nachhaltig ist unser Lebensstil wirklich?

Auch wir bei Wickelkinder, sowohl als Unternehmen als auch als Einzelne, stellen uns diese Frage immer wieder. Was also tun wir selbst und können wir noch tun, damit wir unseren Kindern eine lebenswerte Welt hinterlassen, wenn diese mal groß geworden sind?

Wenn wir als Hersteller für Kindertragen Wert auf Nachhaltigkeit legen und uns das Label ÖKO auf die Fahnen schreiben, geht es zum einen natürlich um Schadstofffreiheit, um unsere eigene Gesundheit, um hautverträgliche Materialien in den  Produkten für uns und unsere Kinder. Zum anderen  geht es um einen nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen, mit der Natur und unseren Arbeitern weit weg auf der anderen Seite der Welt.

Materialien in Bioqualität sind besser für das Kind und die Haut, weil sie schadstofffrei sind. Das leuchtet allen Eltern ein. Wo immer möglich bevorzugen wir daher reine Naturfasern wie Hanf oder Bio-Baumwolle für unsere Gewebe. Für die Produktion der  manduca Kindertragen  verwenden wir ausschließlich Bio-Baumwolle , die mit dem GOTS oder Organic Exchange Siegel zertifiziert ist – denn nur eine Zertifizierung mit diesem Siegel garantiert dem Verbraucher, dass beim Anbau und der Verarbeitung der Baumwolle keine bedenklichen Chemikalien eingesetzt wurden.

Doch bei unserer Entscheidung für Naturfasern aus ökologischem Anbau spielt auch unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt und den Menschen in den Anbaugebieten eine Rolle: Nur bei Bio-Baumwolle  ist nämlich garantiert, dass der Feldbau gesund ist, das Grundwasser nicht verseucht und auch der Arbeiterschutz ernst genommen wird. Im konventionellen Anbau dagegen  schädigen die zahlreich eingesetzten Pestizide immer noch Umwelt und die Arbeiterinnen, Arbeiter und deren Kinder, denn die Menschen vor Ort sind diesen Stoffen permanent ausgesetzt (die oft auch nicht ausreichend oder nicht in der Landessprache gekennzeichnet sind, so dass sich die Arbeiterfamilien der Gefährdung noch nicht einmal bewusst sind). Bio-Baumwolle bedeutet für uns also auch: Verantwortung für die Natur und Verantwortung für die Arbeiterinnen und Arbeiter.

Trotz großer Nachfrage auf dem Markt verzichten wir daher bewusst darauf, eine günstige(re) Kindertrage aus „konventioneller“ Baumwolle anzubieten.

Wir achten aber auch auf die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen: Seit über einem Jahr beziehen wir an unserem Firmensitz in Marburg ausschließlich Ökostrom von den regionalen Stadtwerken und zum Fairtradekaffee gibt es Biomilch aus der Region. Unsere Verpackungen sind soweit es geht aus umweltfreundlicher Pappe, Flyer und Prospekte drucken wir möglichst auf FSC zertifiziertem Papier – und einen Großteil unseres  Büromaterials beziehen wir seit vielen Jahren von Memo, dem Handel für nachhaltige Büroprodukte.

Selbstverständlich setzen wir bei den von uns angebotenen Fremdmarken ebenfalls sehr hohe Maßstäbe an. So konnten wir unseren langjährigen Partner, den rumänischen Produzenten der beliebten Marsupi Bauchtrage bereits letztes Jahr überzeugen, zukünftig ebenfalls ausschließlich Stoffe aus zertifizierter Bio-Baumwolle einzukaufen und zu verarbeiten.

Wir sind nicht perfekt und es gibt noch viel zu tun – im Privaten wie bei der Arbeit. Aber der Anfang ist gemacht.

Welche Vorschläge habt ihr, wie wir alle als Konsumenten, als Eltern, als Menschen unsere Umwelt schützen können? Auf eure Kommentare freuen wir uns!

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