Und nochmal ein Tag zum Nachdenken – der Welttag gegen Kinderarbeit am 12. Juni.
Dieser internationale Aktionstag, der sich gegen die weltweite Ausbeutung von Kindern richtet, wurde 2002 von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Inter­nationale Arbeits­organisation (ILO) im Kampf gegen Kinder­arbeit unter anderem von der UN oder in Deutschland von der Bundesregierung. Oft ist es ein generationenübergreifender regelrechter Teufelskreis, der Kinder in die Arbeit zwingt: Weil sie arbeiten, haben sie keine Zeit für die Schule, können deshalb als Erwachsene ohne Ausbildung ihre Familie nicht ernähren,so dass auch ihre Kinder wieder arbeiten müssen.

Welttag gegen Kinderarbeit © yvart - Fotolia.com

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Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, rufen anlässlich dieses Tages auch hierzulande zahlreiche Organisationen wie UNICEF Deutschland oder Aktiv gegen Kinderarbeit zu Aktionen auf. So veranstaltet z. B. die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) einen Ideenwettbewerb mit dem Motto “Kinderarbeitsfreie Zone”. Andere, wie die Kindernothilfe holen sich Prominente für ihre Aktionen ins Boot.

Kinderarbeit © fotodo - Fotolia.com

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Kinderarbeit und Kinderrechte

Was Kinderrechte sind, wurde von der UN-Kinderrechtskonvention von 1989 festgeschrieben. Neben dem Recht auf gewaltfreie Erziehung gehört zum Schutz der Kinder auch das Recht auf Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung. Auf den ersten Blick kann es also beim Thema Kinderarbeit keine andere Haltung geben, als sich für ein Verbot von Kinderarbeit einzusetzen. Das ist doch ein ethischer Grundsatz!

Dennoch werden in den letzten Jahren vermehrt Stimmen laut, dass es mit einem einfachen Verbot von Kinderarbeit häufig nicht getan ist. Kritisiert wird, dass ein Arbeitsverbot die arbeitenden Kinder oft nicht wirklich schützt, sondern sie stattdessen kriminalisiert, und sich damit ihre Arbeitsbedingungen sogar noch verschlechtern. ProNATs e.V. ist eine solche Organisation, die gegen ein Verbot plädiert und sich mit arbeitenden Kindern und Jugendlichen sowie ihren Organisationen solidarisiert. Ein ganz zentraler Punkt für ProNATs ist, dass zwischen „ausbeuterischer Kinderarbeit“ (z. B. Zwangsarbeit und Schuldknechtschaft) und anderen Arbeitsformen der Kinder differenziert wird. Kinderarbeit ist also ein komplexes Thema! Schaut euch das mal an. Mich hat diese deutlich andere Position jedenfalls sehr zum Nachdenken angeregt! Euch auch?

Generell gehört Zwangsarbeit verboten, sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern – und keinesfalls dürfen diese gegeneinander ausgespielt werden, so wie es bei der staatlich verordneten Baumwollernte in Usbekistan dramatisch vorgeführt wird:
– „Lernen, nicht schuften
– „Wo Lehrer und Ärzte zu Baumwollsklaven werden

Und die manduca? Was hat die mit Kinderarbeit zu tun?

Wie ihr vielleicht wisst, wird die manduca nicht nur in Europa, sondern auch in China produziert. Natürlich haben wir auch in unserer chinesischen Produktionsstätte darauf Wert gelegt, dass unser Produzent faire Arbeitsbedingungen gewährleistet. So ist der Produzent Mitglied in der Business Social Compliance Initiative (BSCI), deren Mitglieder sich zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen  verpflichten sowie soziale und ethische Standards einhalten. Die Einhaltung dieser Standards wird von unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in Audi­ts ­überprüft. Auch die Zulieferer unseres Produzenten müssen sich einem Lieferantenkodex verpflichten, der unter anderem Kinderarbeit strikt ausschließt. Produktionsstätten mit diesem Anspruch haben natürlich auch ihren Preis, aber uns ist es das wert! So könnt ihr sicher sein, dass eure manduca nicht in Kinderarbeit gefertigt wurde.