Mit wem wir wann und wie Weihnachten feiern, ist manchmal eine knifflige Angelegenheit – ganz besonders dann, wenn die Familie größer wird. Hier heißt es Ruhe bewahren und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Hauptsache, kein Weihnachtsstress!

Weihnachtsplanung

Weihnachtsplanung – hier ist ein gutes Zeitmanagement gefragt. Bild: © cherezoff – Fotolia.com


Früher war alles ganz einfach – im letzten Moment wurden Geschenke für Mama und Papa gekauft, schnell Päckchen gepackt und dann ab zu den Eltern. Denn da leuchtet der Weihnachtsbaum und das leckere Essen steht fix und fertig auf dem Tisch. Und es duftet herrlich nach Tanne, Kerzen und Advent! Alle waren happy – auch wenn keiner „o du fröhliche“ singen oder spielen wollte.  Weihnachten ist doch das Fest, wo die Familie zusammenkommt! Und Heiligabend ein Tag, der allein der Familie vorbehalten war und ist.

Familie, frisch gebacken

Und dann kam euer erstes Kind und schwuppdiwupp ward ihr plötzlich selbst eine eigene Familie. Und als Familie könnt ihr nun euren eigenen Heiligabend beanspruchen. Mit eigenem Bäumchen und allem drum und dran. An Omas und Opas werden dann Feiertag  Nr. 1 und Feiertag Nr. 2 gerecht verteilt – allein schon deshalb, damit sie die Enkelchen beschenken können. Sind jetzt wieder alle glücklich? Oder fühlen sich die Großeltern von Feiertag Nr. 2 benachteiligt, während Oma von Feiertag  Nr.1 am allerliebsten Heiligabend mit euch feiern will? Wer macht hier das Rennen?

Familie, vielfach verzweigt

Ganz verzwickt wird die Situation auch dann, wenn sich die Großeltern getrennt haben und mit jeweils neuen Partnern zusammenleben. Wobei sich die ehemaligen Paare natürlich niemals wieder an einen Tisch setzen würden! Dass es offiziell gar keinen Feiertag Nr. 3 und 4 gibt, die man noch vergeben könnte, macht hier die Sache nicht leichter. Was also tun?

Und wie machen das all die Patchwork­-Familien, die sich vor Weihnachten einer ganz besonders schwierigen Aufgabe gegenübersehen? Denn wenn alle Kinder ihre Mütter, Väter und Großeltern an Weihnachten sehen wollen, braucht das schon ein gutes Timing. Hier stoßen selbst Eventmanager und -managerinnen oft an ihre Grenzen!

Und was ist mit euch: Geht ihr gerne auf große Weihnachts-Verwandtschaftstour oder findet ihr das einfach zu anstrengend und seid jetzt schon genervt, wenn ihr nur an Weihnachten denkt?  Keine Lust darauf, hunderte von Kilometern durch die Republik zu fahren, mit Baby und/oder Kleinkind, mit dem Autobahn-Pausen im Winter kein Vergnügen sind? Und wie verkraften die ganz Kleinen den ganzen Rummel mit Geschenken und Duzi-Duzi rund um die Uhr? Graut es euch vielleicht schon jetzt vor dem Fest der Liebe und sehnt ihr das Neujahr herbei?

Vielleicht gehört ihr zu den Glücklichen, für die Weihnachtsstress ein Fremdwort ist. Weil es bei euch einfach läuft. Für alle anderen gibt es leider keine Pausschallösung. Aber vielleicht ein paar Dinge, die sie beherzigen können.

Tipps gegen den Weihnachtsstress

  • • Denkt zuerst an euch – ihr könnt es ohnehin nicht allen recht machen (das sage ich mir auch immer wieder)
  • • Verbringt Weihnachten dort, wo es für euch am einfachsten und schönsten ist. Für manche ist das zuhause – für andere hingegen ist ein Weihnachtsurlaub am erholsamsten. Das braucht auch gar kein Fernziel sein, manchmal reichen da wenige Kilometer (selbst getestet und für gut befunden).
  • • Falls ihr ohne die lieben Großeltern feiern wollt, stellt ihnen doch schon Termine in Aussicht, an denen ihr euch im kommenden Jahr sehen könnt. Schließlich ist Vorfreude doch die schönste Freude!

Sicher habt ihr noch mehr Tipps für ein gelungenes Weihnachtsfest – was funktioniert bei euch am besten? Egal wie und wo ihr feiert – hoffentlich ohne #Weihnachtsstress! Das wünsche ich euch!