Der Himmel blau, die Sonne lacht – da wollen wir doch alle nur noch raus, raus, raus! Und uns im besten Fall auch noch sportlich betätigen. Die Babysitter haben keine Zeit? Wie wäre es mit Walking? Hier habt ihr euer Kind in Babytrage oder Tuch einfach dabei – und Walken mit Baby macht einfach Spaß. Und es ist der ideale Sport nach einer Schwangerschaft, weil Walken gelenkschonend ist, den gesamten Muskeltonus stärkt und den Beckenboden dabei nur wenig belastet. Doch wie fängt man an und vor allem welche Kleidung ist die richtige, damit es dir und deinem Kind weder zu warm noch zu kalt ist?

Nordic Walking mit Baby – am Anfang am besten ein Kurs

Walking-Neulingen unter euch können wir empfehlen, einen Kurs zu besuchen. Schließlich kommt es wie bei jedem Sport auch beim Nordic Walking auf die richtige Technik an, damit der positive Effekt des Ganzkörpertrainings voll zum Tragen kommt – und außerdem macht es in einer Gruppe am meisten Spaß! Solche Kurse werden in vielen Städten von der VHS, Familienbildungsstätten und natürlich von Fitnesstrainerinnen und Trageberaterinnen angeboten. Übrigens: Bei den meisten Kursanbietern kann man sich zum Ausprobieren sowohl Babytragen als auch Nordic Walking Stöcke ausleihen! Erkundigt euch – sicher gibt es auch in eurer Stadt einen passenden Kurs, und fragt vorher eure Hebamme, wann ihr nach der Geburt mit Sport anfangen dürft. 🙂

walken mit manduca

An der Technik müssen wir wohl noch feilen: „langer Stock, langer Arm, langes Bein“ ist das A und O beim Walken.

Walken mit Baby: Bauch- oder Rückentrage?

Natürlich ist beides möglich – wenn dein Baby noch klein ist, wirst du es ohnehin noch vor dem Bauch tragen. Als sanfter Einstieg für euch beide auf jeden Fall geeignet! Sobald dein Baby sein Köpfchen sicher halten kann, kannst du es aber auch in der manduca Rückentrage tragen. Das hat gleich mehrere Vorteile, denn es ist nicht nur besonders beckenbodenfreundlich für dich, sondern ihr habt auch beide eine bessere Sicht: dein Baby auf die Welt und du auf das Gelände vor dir, falls es beim Walken über Stock und Stein geht 🙂

Das richtige Outfit

Neben der richtigen Technik ist die richtige Kleidung das A und O. Denn erstens musst du dich wohlfühlen und zweitens soll auch deinem Kind weder zu warm noch zu kalt sein. Damit ihr bei eurem ersten Ausflug mit manduca nicht ratlos vor dem Kleiderschrank steht, haben wir euch ein paar Tipps zusammengestellt. Natürlich kann das nur eine Faustregel sein, denn das Temperaturempfinden ist ja etwas sehr individuelles.

Kleidung beim Walking – für dich und dein Kind

Dein Baby bewegt sich nicht, muss also bei kühleren Temperaturen deutlich wärmer gekleidet sein als du. Es genießt zwar einerseits auch deine Körperwärme, andererseits kühlen seine Extremitäten aber auch schnell aus! Je nach Jahreszeit und ob du eine Tragejacke oder Cover im Schrank hast, sind folgende Kombinationen möglich:

  • Übergangszeiten in Frühjahr und Herbst: Dein Baby trägt Body, Strumpfhose, Overall – je nach Klima kannst du über die Babytrage/Tragetuch noch ein Cover ziehen (z.B. ein leichtes Fleece Cover). Ist es schon zu warm für ein Cover, kannst du die Beine und Arme deines Babys stattdessen mit BabyLegs Stulpen wärmen. Auch eine variable Tragejacke hat im Frühjahr oder Herbst große Vorteile, denn diese kann nicht nur offen oder geschlossen getragen werden, sondern du kannst bei vielen Modellen auch die Ärmel abnehmen und sie in eine Weste verwandeln, wenn es dir zu warm wird (z.B. bei der Two-Way Jacke).
  • Sommer: Jetzt kommt auch dein Baby mit einer Kleidungs-Schicht weniger aus. Ein Body kann nun manchmal ausreichen. An Arme und Beine deines Babys kannst du wieder Stulpen ziehen, entweder für eine extra Wärmeschicht, wenn ihr z.B. im Wald walkt oder auch, um vor Sonnenstrahlen zu schützen (BabyLegs gibt es auch mit Lichtschutzfaktor 50!). Praktisch sind BabyLegs hier vor allem deshalb, weil du die Stulpen schnell und einfach an und ausziehen kannst. Tipp: besonders im Sommer immer an Wechselkleidung denken! Ist dein Kind durchgeschwitzt, ziehst du es am besten um, bevor ihr euch z.B. wieder ins Auto setzt.
  • Winter: Wenn ihr im Winter immer noch walkend unterwegs seid, braucht ihr wieder mehr Stoff, um das richtige Trageklima zu haben. Dein Baby kannst du in der Trage normal warm anziehen (z.B. Wollwalkoverall oder Fleeceoverall, aber keinen Skianzug) – und darüber für euch beide eine Tragejacke oder eine andere weite warme Jacke. Im Großen und Ganzen sollte das Kind im Winter schon warm angezogen sein.
  • Regenzeit: Falls du auch bei Regenwetter nicht kneifst und „walking on sunshine“ für euch selbst im Nieselregen gilt, können wir dir die Tragejacken empfehlen, die sowohl atmungsaktiv als auch wetterfest sind.

Für alle Jahreszeiten gilt: Mit einem schnellen Griff in den Nacken deines Babys kannst du überprüfen, ob es deinem Kind zu warm ist! Und das kann nicht nur im Sommer sein 🙂

Unsere Kollegin Dunja, die als Trageberaterin auch schon selbst viele Walking Kurse gegeben hat, weiß als Trageprofi richtige Tragebekleidung zu schätzen: „Ich persönlich fand beim Walken immer die Two-Way Jacke gut, weil man da die Ärmel abnehmen konnte. Gerade an noch kühlen Frühlingstagen ist einem selbst schnell warm in Bewegung, während das Baby noch auskühlt. Oder einfach nur ein warmes Cover über das Kind. Beim allerdings den Kragen für den Tragenden weglassen, sonst schwitzt man.“

Wichtige Hinweise zum Thema „sportliche Aktivitäten mit Baby“ findet ihr in unserem Blogbeitrag „manduca in Aktion“. Hier erfahrt ihr auch, welche Art von Bewegungen ihr vermeiden solltet. Und warum in der manduca Anleitung der Warnhinweis  „… bei sportlichen Aktivitäten nicht geeignet“ steht.