Neulich am Flughafen auf dem Heimflug: Kurz vorm Boarding drängeln sich die Passagiere, es ist voll, laut und ziemlich eng. Zwischendrin natürlich auch viele Familien mit kleinen Kindern, auf dem Arm oder an der Hand. Mitten im Gewusel entdecke ich ein junges Paar mit Kleinkind – und was sehe ich da: Sie haben eine manduca dabei! Im Handumdrehen ist das Kind auf Augenhöhe und blickt in die Runde – ja, und die Mama hat zwei Hände frei für ihr Gepäck und für ihre Bordkarte.

Warum ich das erzähle? Vielleicht seid ihr ja früher immer gerne in den Urlaub geflogen? Und jetzt habt ihr ein Baby und vielleicht Bedenken, dass Fliegen mit Baby viel zu kompliziert oder anstrengend sein könnte. Hier haben wir ein paar Tipps für euch, damit euer (erster) Flug mit Baby so stressfrei wie möglich wird und ihr einen guten Start in einen tollen Urlaub habt.

Fliegen mit Baby

Vor der Reise:

  • •   Dokumente: Jedes Kind braucht ein eigenes Ausweisdokument – z. B. einen Kinderreisepass. Dieses Dokument kann in euren Stadt- und Gemeindebüros sofort ausgestellt werden, wenn ihr alle Dokumente dabei habt (Geburtsurkunde, Einverständniserklärung des anderen Elternteils, biometrisches Foto und eurer Kind). Für viele Länder außerhalb der Europäischen Union reicht solch ein Kinderreisepass allerdings nicht aus – dort ist ein Reisepass vorgeschrieben. Ob der Kinderreisepass (oder ein Personalausweis) in eurem Zielland Gültigkeit hat, könnt ihr hier überprüfen.
  • •   Gesundheitscheck beim Kind: im Zweifelsfall noch mal vom Kinderarzt/ärztin checken lassen, ob es gesund und flugtauglich ist (bei Schnupfen evtl. Nasentropfen mitnehmen)
  • •   Babys Platz im Flieger: Überzeugt euch vor der Buchung des Fluges, ob die Fluggesellschaft Babys geeignete Babybettchen oder Babykörbchen bereitstellt, in das ihr euer Baby legen könnt. Bucht diese rechtzeitig vorab. Wichtig: bei Start oder Landung dürfen die Babys nicht in diesen Bettchen liegen! Somit stellt sich die Frage, wohin dann mit dem Baby bei Start und Landung? Erlaubt ist es in der EU, die Babys auf den Schoß zu nehmen und mit einem Schlaufengurt (Loop Belt) am eigenen Beckengurt zu sichern. Dieser Loop wird kontrovers diskutiert und wird z. B. vom TÜV nicht empfohlen, da es für das Kind zu große Risiken birgt (in den USA ist der Loop Belt sogar verboten).Kinder bis zwei Jahren haben zwar keinen Sitzplatzanspruch, aber es ist empfehlenswert, Babys und Kleinkindern einen solchen eigenen Sitzplatz zu buchen (auch wenn es etwas kostet). Manche Fluggesellschaften bieten eigene Rückhaltesysteme für Kinder an – bei anderen kann man seine eigenen Kinderautositze oder Babyschalen mitbringen, die sicher an Zwei-Punkt-Beckengurten befestigt werden können. Der TÜV Rheinland hat eine Liste mit geeigneten Kindersitzen veröffentlicht. Erkundigt euch rechtzeitig, welche Möglichkeiten es bei der Flugzeuggesellschaft eurer Wahl gibt! Und wenn ihr mit eurem Autositz fliegt: am besten einen Fensterplatz reservieren, da ist der Sitz am wenigsten im Weg. Übrigens: Auch für Kinder ab zwei Jahren bis zu einer Körpergröße von ca. 1,25 m empfiehlt der TÜV, einen Kindersitz mitzuführen, denn die Sitze im Flugzeug sind für Erwachsene ausgelegt.

Während des Fluges:

  • •   Checkliste fürs Handgepäck: Windeln (Tipp: mehr als die übliche Kalkulation! Auf der Reise kann alles anders sein als sonst), viele Feuchttücher, ausreichend Wechselkleidung fürs Baby und ein Ersatzshirt für dich/eine Betreuungsperson, ein kleines Handtuch (kann man in jeder Galaxis gebrauchen), Deckchen, Kuscheltier, Nackenhörnchen, warme Socken, ein Halstuch, eine warme Jacke, Ersatzschnuller, Spielzeug oder Bilderbuch sowie Essen und Trinken für dein Kind. Und nehmt ein paar Tüten für evtl. Abfall oder schmutzige Kleidung mit (aus eigener leidvoller Erfahrung enorm wichtig).
    Babynahrung ist im Handgepäck erlaubt und unterliegt nicht der 100 ml Grenze, also kann für Fertigmilch auch warmes Wasser in einer Babythermosflasche mitgebracht werden (bitte erkundigt euch bei eurer Fluggesellschaft). Manche Fluggesellschaften bieten auch an, eine Fertigmilch mit im Flieger vorhandenem Wasser zuzubereiten (am besten gleich nach dem Einsteigen ordern).
  • •  Bei Start und Landung trinken lassen – entweder stillen oder ein Fläschchen oder einen Schnuller geben. Das Nuckeln hilft deinem Baby bei dem unangenehmen Druckgefühl auf den Ohren.
  • •  Unterwegs  am Flughafen: Vom Parkplatz bis zum Flughafen ist es oft schon eine kleine Weltreise. Mit Gepäck und Kindern zählt hier jede freie Hand! Gerade, wenn ihr alleine oder mit mehreren Kindern reist, und nur zwei Arme haben solltet^^, ist eine manduca Babytrage eine große Hilfe. Einen Buggy müsst ihr irgendwann abgeben, eure manduca kann ins Handgepäck und ist immer griffbereit, wenn ihr euer Baby sicher transportieren oder beruhigen wollt. Denn auch nach dem Einchecken leistet euch die manduca gute Dienste: Beim Warten vor dem Boarding, beim Warten auf die Koffer, bei evtl. (un)geplanten Zwischenlandungen habt ihr euer getragenes Kind immer im Auge, auch wenn ihr euch um euer Gepäck kümmern müsst. Und am Urlaubsort ist eine Babytrage sowieso ein praktischer Begleiter – zum Beispiel bei Strandspaziergängen oder Besichtigungen.

manduca Babytrage auf Reisen

Mein erster eigener Flug mit Baby war zwar relativ unproblematisch – allerdings würde ich aus heutiger Sicht doch besser einen Sitzplatz für mein Kind buchen. Dann habe ich mehr Freiraum und das Kind sitzt einfach sicherer. Wohin eure nächste Reise euch auch führt: Guten Flug und #enjoythetrip!