Der Bauch wird immer größer, die Beine immer schwerer – und bei steigenden Temperaturen wird jedes Vorhaben zu einer größeren Aktion. Kennst du? Ja, dann weißt du auch, dass es manchmal seine Tücken hat, schwanger im Sommer zu sein. Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks von manduca kannst du es dir ein bisschen leichter machen, so dass dir die Hitze nicht zu sehr zu schaffen macht und du gut durch den Hochsommer kommst.

Sonne genießen ... Bildquelle: © taskin/Fotolia

Leicht, leicht, leicht sind alle meine Kleider! Bist du schwanger im Sommer, geht Bequemlichkeit vor.

Mach es dir ganz bequem und trage Kleidung, die leicht und locker ist  – und am besten aus Naturstoffen wie Leinen und Baumwolle. Nichts soll einschnüren oder einengen – auch nicht deine Füße. Denn diese haben es in der Schwangerschaft im wahrsten Wortsinn nicht leicht: Da deine Füße mehr Gewicht als gewohnt tragen, solltest ganz besonders auf bequeme Schuhe achten. Übrigens: Wundere dich nicht, wenn du beim Schuhkauf vielleicht zu einer Nummer größer greifen musst – das ist in der Schwangerschaft völlig normal und muss nicht von Dauer sein.

Der frühe Vogel … hat es kühler!

Nutze deinen Zeitvorteil: In den letzten Wochen der Schwangerschaft bist du schon im Mutterschutz – das heißt, vor allem in der ersten Schwangerschaft kannst du dir deine Zeit freier einteilen als zuvor. Versuche, alle Erledigungen und Aktivitäten außer Haus möglichst auf die frühen Morgenstunden zu verlegen. So vermeidest du die Mittagshitze und zu starke Sonneneinstrahlung. Das ist nicht nur für deinen Kreislauf besser, sondern auch für deine Haut, die in der Schwangerschaft bei zu viel Sonne zu Pigmentstörungen neigen kann. In den Mittagsstunden bleib möglichst zu Hause oder such‘ dir ein anderes schattiges Plätzchen. Wenn du dein großes Kind in die Kita oder Kindergarten bringst, versuche, auch das möglichst früh zu tun (ok, ok, … das ist leichter gesagt als getan).
Tipp: Vielleicht können dir andere Eltern das mittägliche Abholen abnehmen und dir dein Kind am Nachmittag nach Hause bringen?

Wasser in den Beinen – was tun bei Ödemen?

Manchmal leiden Schwangere unter Wassereinlagerungen in den Beinen, sogenannten Ödemen. Ob du Ödeme hast, kannst du feststellen, indem du auf deinem Schienbein die Haut eindrückst. Bleibt dort eine Delle, handelt es sich um ein Ödem. Woher die kommen? In der Spätschwangerschaft begünstigen zwei Faktoren das Auftreten dieser Wassereinlagerungen: die Gebärmutter drückt auf die Beckenvenen, und hormonell bedingt sind die Gefäße in den Beinen geweitet. Was du tun kannst, ist bei jeder Gelegenheit die Beine hochzulegen, sie öfters kalt abzuduschen oder ein kühles Fußbad zu nehmen. So kommst du mit etwas Glück um das Tragen von Kompressionsstrümpfen im Sommer herum. Achtung: Ödeme können auch das Symptom einer Schwangerschaftskomplikation sein – deshalb wende dich sofort an deine Ärztin, wenn die Beschwerden schlimmer werden oder schon morgens und noch anderen Stellen als den Beinen auftreten.
Tipp: Um Ödemen vorzubeugen, verzichte auf zu enge Hosen und vermeide langes Stehen. Eine wirksame Vorbeugung ist auch Fußgymnastik: dafür einfach mit den Füßen kreisen und dabei ab und zu die Zehen anspannen.

Walken in der Schwangerschaft - Bildquelle: © ARochau/Fotolia

Schwanger im Sommer? Auch dann tut Bewegung gut!

Auch wenn du in der Schwangerschaft eine „ruhige Kugel“ schieben darfst und möglichst viel entspannen sollst,  gehört für das Wohlbefinden ein gewisses Maß an Bewegung dazu. Schwimmen ist ideal, weil es die Gelenke schont – und du bei der Bewegung im Wasser das extra Gewicht einfach nicht so spürst. Darüber hinaus tun dir Spaziergänge in den kühlen Morgen- und Abendstunden gut und regen den Kreislauf an – und sie sind auch ein Mittel zur Vorbeugung gegen die oben beschriebenen Ödeme.
Tipp: Bei deinem Badeausflug solltest du deinen Badeanzug oder Bikini direkt nach dem Schwimmen gegen trockene Kleidung tauschen, um Infektionen zu vermeiden.

Wasser trinken Bildquelle: © mstaniewski/Fotolia

Wasser, marsch!

Bei Hitze solltest du viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen – auch damit du keine Kopfschmerzen bekommst, und dein Baby ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Mindestens zwei Liter sollten es sein und an richtig heißen Tagen darf es gerne mehr sein. Eiskalte Getränke sind nicht so optimal, weil da du darauf mit erhöhtem Schwitzen reagieren kannst. Empfehlenswert sind Kräutertees – und natürlich Wasser, Wasser, Wasser.
Tipp: Nimm dir für jeden noch so kleinen Ausflug eine kleine Flasche Wasser mit.

Schlafen & Entspannen

Nimm dir, so oft es geht, Auszeiten und Ruhepausen. Ganz besonders, wenn dich schon ein Geschwisterkind auf Trab hält, ist das natürlich nicht ganz so einfach und bedarf etwas Organisation. Bitte denk an dich und deine Gesundheit und gönn dir gelegentlich mal einen Babysitter, wenn deine eigene Familie keine Zeit hat, dich zu unterstützen. Bestimmt springen auch Freunde gerne ein, um dir als Hochschwangeren die Ruhe zu verschaffen, die du so dringend brauchst.

Und wenn dein Sommerkind schließlich auf der Welt ist, kannst du dich schon auf viele Jahre Sommer-Kindergeburtstage freuen. Draußen! Und das kann bei einer wilden Horde Geburtstagsgäste ein echter Segen sein!

Habt ihr auch noch ein paar Tipps? Was hat euch geholfen?

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